Ausstellung in Bad Waldsee

Ausstellung von bearbeiteten Fotografien in der Kleinen Galerie in Bad Waldsee

11.November – 30. Dezember 2018

Ausstellung Ralf Bittner „Energie und Bewegung“

Kunstraum/Kleine Galerie/ Bad Waldsee

11. November 2018

Was ist Wahrheit“, fragt Pontius Pilatus. Er ahnt nicht, dass es sich eines Tages um die grundlegende Frage des 21. Jahrhunderts handeln wird, oder, um im bayerisch zeitgenössischen Jargon zu sprechen, dass diese Frage nach der Wahrheit zur Mutter aller Probleme mutieren wird.

Panta Rhei“, stellt Heraklit fest. Er ahnt nicht, dass seine Lehre vom Werden und Vergehen ihren geruhsamen Status des Dahinfließens verlieren wird und, zeitgenössisch gesprochen, alles rast. Am besten im Bruchteil von Sekunden.

Eine dahinrasende Bilderflut, ohne Anfang ohne Ende. Eine Flut, in der Realität und Wahrheit durcheinanderwirbeln, Glaube, Wirklichkeit und Lüge nicht auseinanderzuhalten sind, Subjekt und Objekt sich real nicht scheiden lassen und am ehesten hilft noch Goethes Wort: „Man sieht nur, was man weiß“. Man möchte für uns heute hinzufügen. Man sieht nur, was man ganz schnell weiß.

Ralf Bittners Ausstellung „Energie und Bewegung“ verstehe ich als Überlegung, der Wirklichkeit ein Bild zu geben oder umgekehrt dem Bild eine Wirklichkeit zu verleihen. Was ist ein Bild? Das Bild als Produkt des Künstlers? Das Bild als Produkt seiner selbst oder, wie Ralf Bittner es formuliert, das Bild am Ende mit einer eigenen Wirklichkeit?

Der 1963 in Duisburg geborene Ralf Bittner lebt und arbeitet seit langen Jahren am Bodensee. Nach seinem Studium in Köln (Völkerkunde und Afrikanistik) und schließlich seit 1994 mit seiner Tätigkeit als freischaffender Künstler hat er sich mit verschiedensten Techniken und Medien bis hin zu Installationen beschäftigt. Der Betrachtung wert sind seine Schränke, Kommoden oder Regale, die er sowohl als Kunstobjekte wie auch als alltagstaugliche Möbel aus verschiedenen hochwertigen Hölzern baut. Als er 2004 die Fotographie als weiteres Medium in sein Werk aufnimmt, kommen neue Überlegungen zur Bedeutung von Wahrheit und Wirklichkeit hinzu, eingebettet in Gedanken über das Phänomen der Zeit.

Die hier gezeigten Arbeiten sind alle direkt auf Aludibond-Platten gedruckt, also keine kaschierten Papiere. Zuweilen schimmert der silberne Bildträger durch den Druck hindurch, erzeugt je nach Stand des Betrachters eigentümliche Licht- und Farbwechsel, lässt beinahe den Eindruck eines Hologramms zurück. Grundlage der hier vorgestellten Arbeiten sind Aufnahmen mit dem analogen Fotoapparat.

Das sind zum einen Naturaufnahmen, deren Entstehungsgeschichte leichter nachvollziehbar ist, weil diesen Bildern eine bewusste Auswahl des Motivs vorausgeht. Diese Naturaufnahmen beeindrucken nicht nur durch ihre Tiefenwirkung. Sie sind Ausschnitte der Natur, zugleich aber Ausschnitte des Verständnisses von Natur, denn diese Bildausschnitte sind vom Künstler bewusst gesucht und ausgewählt. Sie sind zudem mit einem Acrylglas überzogen.

Ralf Bittner nimmt den fotografischen Prozess zum Anlass nehmen, unser Sehen von Bildern zu hinterfragen, indem er diese in eine malerische Gestaltung zurückführt. Seine Arbeiten transportieren den Eindruck von Auflösung und Unwirklichkeit. Sie, spiegeln etwas Konkretes vor und sie können beim Betrachter eine Stimulation romantischer Gefühle erzeugen, bewirkt von grünen Farbtönen, Nebelschwaden und enormer Bildtiefe, die Einsamkeit suggeriert. Das Foto der Natur hat sich in wenigen Momenten der Betrachtung in eine Interpretation von Natur gewandelt. Vielleicht hätte Martin Heidegger, hätte er Bittners Arbeiten hier gesehen, gesagt: Der Künstler wendet ein Bild des Seins (= Natur) in ein Sein des Bildes. Das ist ein Kraftakt voller Energie.

Das gilt vor allem für die Mehrzahl der hier gezeigten Bilder, die nicht der Natur entstammen. Sie entstehen auf eine ganz besondere Weise. Mit längerer Belichtungszeit fotografiert Ralf Bittner mit der analogen Kamera laufende TV-Sendungen. Da die TV-Bilder in raschen Schnitten und Bildwechseln laufen, kann er nicht mehr tun als den Auslöser zu drücken. Bis die Bilder im Labor entwickelt sind, ahnt er also bestenfalls, was auf dem Film festgehalten ist.

Im Gegensatz zur Digitalfotografie, die die sofortige Kontrolle der Bilddatei erlaubt, heißt es im analogen Bereich: Warten. Zeit. Entschleunigung. Erst der entwickelte Film gibt preis, was als Bild entstanden ist. Er trifft eine Auswahl, wandelt die Fotos in digitale Dateien, die auf die Platten gedruckt werden. Es sind also von technischen Bedingungen fremdbestimmte Bilder. Sowohl die auf diese Weise vom Bildschirm abfotografierte Sequenz wie auch die durch die Länge der Belichtungszeit bestimmte Unschärfe zeigen von völliger Zufälligkeit.

Und doch haben wir ein Bild. Wir haben ein Bild von einem Bild, das wiederum aus Bildern besteht. Wir haben ein Bild ohne Anfang und Ende, zufällig begonnen mit dem Druck auf den Auslöser und zufällig beendet. Jeder dieser Arbeitsschritte ist aufgeladen mit Zeit, mit Information, mit Bewegung. Diese Inhalte zu bemerken, sie aufzunehmen, heißt, sie in der Betrachtung zu konkretisieren, sie zu interpretieren.

Ralf Bittner sagt. Ein Bild ist erst dann ein Bild, wenn der Betrachter weiß: dies ist ein Bild. Ohne Betrachtung gibt es kein Bild. Und erst in der Betrachtung wird ein Bild zur Wirklichkeit. Das lehrt uns jeden Abend die Betrachtung von Fernsehbildern.

Portrait of a flag“ heißt eine Arbeit dieser Ausstellung. Eine Flagge, aber welche? Eine Flagge, die zugleich viele Flaggen sind. Es ist eine starke Bewegung festzustellen, die aus Unschärfe erzeugt ist, so als durchquere diese Flagge gerade das Bild und es ist ein winziger Augenblick des Stillstandes der Bewegung festgehalten. Wenn das Bild nicht diesen Titel tragen würde, würden wir dann auch alle die unscharfe Welle als Flagge interpretieren? Aus dem Bild heraus vielleicht nicht. Aber aus der Kenntnis anderer Bilder heraus schon. TV-Bilder von Flaggenparaden, Gedenktagen, aufgeladen mit der Energie nationaler Mythen.

Bei mir geht es anders. Ich sehe das Bild und ordne es kunsthistorisch ein: Eugene Delacroix und sein Bild der Julirevolution 1830, „Die Freiheit führt das Volk“. Das ist die Wirklichkeit meines Bildes. Sie gilt aber nicht. Das Bild liefert anderen Betrachtern auch andere Wirklichkeit. Flatternde Fahnen auf den Fahrzeugen des Islamischen Staats vielleicht. Oder ganz anders, die Flaggenparade für den großen Kim Jong Un in Nordkorea. Das ist doch merkwürdig, meint Ralf Bittner, es ist immer ein Bildprodukt, aber wir machen in der Betrachtung, geboren aus der Unschärfe, aus der Vieldeutigkeit, geboren aus unserem eigenen Kopfkino, unsere eigene Bildinterpretation. Ralf Bittner schafft eine subjektive Bildwirklichkeit, die erst in der Betrachtung entsteht, unabhängig davon, mit welchen technischen Mitteln die Produktion des Bildes umgesetzt wurde.

Es kann also auch keine Idee geben, oder keine Botschaft, nur die Energie des Bildes, die auf den Betrachter einwirkt. Energie, die wir die Macht des Bildes nennen oder wie die Soziologen sagen, nonverbale Kommunikation erzeugen, zwischen Künstler, Bild und Betrachter. Das ist ein weites Feld auch der Kunstgeschichte und der Kunsttheorie, das hier jetzt nicht zu beackern ist. Es gilt dann über Raum- und Tiefenwirkung zu reden, über Perspektive bis hin zu überdimensionaler Bildgröße. Es gäbe dann auch die Überlegung, dass die Macht des Bildes zugleich auch die Macht des ihr zugehörigen Marktes sein könnte.

Man könnte solche Überlegungen zur Macht des Bildes auch mit der Feststellung fortsetzen, dass Bilder nicht nur Macht ausüben, was im Übrigen ja bereits ihre Eigenständigkeit umschreibt. Sie wirken manipulativ, sie beeinflussen, verfälschen. Bilder können Waffen sein. Frühere Schlachtfelder mochten Verdun heißen oder Stalingrad. Heute heißen sie YouTube oder Instagram.

Ralf Bittners Bilder liefern einen Ansatz, darüber nachzudenken, ob die Macht eines Bildes, so wie einst gedacht, allein aus der unverwechselbaren Autorenschaft eines Künstlers geboren wurde. Da zählte die Vorstellung, der Künstler sei immer stärker als sein Bild. Es sei also das Bild gar nicht zu verstehen, wenn man nicht die Absichten, Botschaften, Ideen seines Produzenten kennen würde. Aber Ralf Bittner wendet sich gegen diese Vorstellung. Seine Arbeiten sind keine Doppelgänger einer Wirklichkeit, sie sind auch keine Doppelungen seiner selbst. Sie sind nicht die Kopien oder Folien seiner Gedanken. Sie sind eine eigene Wirklichkeit, der jeglicher Anspruch fehlt, der einst der Kunst so wichtig war, nämlich der repräsentative Charakter des Bildes, zum Lob des Künstlers, aber auch zum Lob seines Besitzers.

Hier in der Ausstellung erzeugt die Wirklichkeit der Bilder eine Art Kraftraum, indem ihre Platzierung an den Wänden ein neues großes Bild erzeugt. Ralf Bittner legt Wert darauf, dass er keine Serien schafft, auch wenn die Technik und Abläufe der Herstellung das suggerieren können. Aber er will erreichen, dass eine Korrespondenz im Raum entsteht und sich die Energie der Bilder im Raum in der Betrachtung entlädt.

Manchen Arbeiten verleiht Ralf Bittner nachträglich den Status eines Unikats. Er übermalt einen Teil im unteren Drittel der Platte. Es scheint, als ob das Bild ein zusätzliches Podest erhält, auf dem es ruhen kann. Bittner produziert einen eigentümlichen Widerspruch zwischen Statik und Bewegung, zwischen Energie und Ruhe. Schriften erscheinen als Bildtitel oder Hinweise auf seine Gedanken. Sie wirken mir wie eine Art literarischer Anmerkungsapparat. Zwingend sind die Vorgaben nicht, man kann die kalligraphischen Ergänzungen auch als Teil der reinen Bildwirkung aufnehmen. Jedenfalls ist dann aber aus dem immer wieder reproduzierbaren Bild ein Unikat entstanden. Damit verstärkt Bittner nochmals den Erlebnischarakter seiner Bilder.

Was also ist Wahrheit? Wir haben da ein kleines Problem. Wir wissen es nicht. Begriffe wie „Wahrheit“ oder auch „Wirklichkeit“ zählen zum zentralen Wortschatz unserer Mediengesellschaft, aber – und da setzen Ralf Bittners Arbeiten Ausrufezeichen, alles was wir „Wahrheit“ nennen oder „Wirklichkeit“, haben wir uns – erstens- individuell zurechtgezimmert oder – zweitens- in verdrehten philosophischen Schulen zurecht schreiben lassen oder -drittens- aus einer überbordenden Informationsfülle heraus zu einem hilfreichen Instrument der Lebensbewältigung durch einen Psychotherapeuten zusammenschustern lassen. Die Schwierigkeit dabei, und davon handeln Ralf Bittners Arbeiten, die Schwierigkeit ist, dass unsere Wahrnehmungsfähigkeit zeitlich und inhaltlich eben auch sehr begrenzt ist. Die Ruhe zu finden, über Gehörtes und Gesehenes nachzudenken, zu reflektieren, sich Gedanken zu machen, was uns denn da schon wieder als Wahrheit oder Wirklichkeit angeboten wird, diese Ruhe und diese Zeit haben wir nicht. Und so fehlt uns letztendlich der kritische Gedanke, dass unser Dasein ein nur mit größter Anstrengung bewahrtes, sehr künstliches Konstrukt bleibt, in gewissem Ausmaß auch in seinen Auswüchsen gesellschaftlich akzeptiert. Wenn man es ganz negativ sagen möchte, eigentlich ein unmenschliches Dasein.

Im Jahr 2007 hat der französische Kunstkritiker Louis Marin ein Buch herausgebracht, das es auch in deutscher Übersetzung gibt. Der Titel „ Von den Mächten des Bildes“.1)

Marin lehnt ein Bild ab, das nur eine vorhandene Präsenz wiederholt. Der Widerschein der Wirklichkeit, der sich an vermeintlich Realem orientiert, sei nur Abklatsch und Trugbild. So wie unser gesellschaftlicher Status auch nur ein Trugbild, eine Selbsttäuschung bleibt.

Er fordert, Bilder zu schaffen, die das nicht Sichtbare, das Abwesende präsent machen. Er möchte Bilder, deren Mehrwert nicht in der Autorenschaft des Künstlers liegen, sondern in der Autorenschaft des Bildes selbst. Bittners Arbeiten, meine ich, können dieser Forderung standhalten. Damit ist auch klar, diese Arbeiten sind alles andere als kunstvolle Spielereien mit Sehgewohnheiten und Betrachtungsweisen.

Es wird gefragt nach dem Verhältnis vom Bild zum Abbild. In solchen Reflektionen ist das Verhältnis von Natur und Mensch, von Objekt und Subjekt, aber auch das eigene Tun des Künstlers in Frage gestellt. Am Ende der Reflektionen kann der Künstler nicht die Welt sichtbar machen, sondern das Handeln des Menschen in allen positiven und negativen Ausformungen. Er macht kein Bild der Wirklichkeit, sondern ein Bild des Zustandes der Welt, von dem geglaubt wird, oder wenigstens eine Übereinkunft vorhanden ist, dass dieser Zustand real sei.

Wir sollten uns wohl auf den Gedanken einlassen, dass Wirklichkeit nur eine Reflektion dessen ist, was man Energie und Bewegung nennen könnte.

Machen Sie sich alle ein Bild. Gleich jetzt in dieser Ausstellung.

Thomas Warndorf

  1. Louis Marin: Von den Mächten des Bildes. Louis Marin Werkausgabe, hrsg. von Michael Heitz und Heinz Jatho unter Mitarbeit von Till Bardoux. Diaphanes Verlag Zürich, 2007

 

Share This:

Kleine Galerie Bad Waldsee

Kleine Galerie: Olivenöl-Objekte garantieren Sonne auch bei Regen

Der Ummendorfer Künstler Jürgen Elsner zeigt seit Sonntag seine Ausstellung „Die Farbe des Lichts“ in Bad Waldsee

Jürgen Elsner (links) und Axel Otterbach bei der Vernissage in der Kleinen Galerie. Im Vordergrund zu sehen sind 25 mit Olivenöl und Wasser gefüllte, 70 Zentimeter hohe Säulen.
Jürgen Elsner (links) und Axel Otterbach bei der Vernissage in der Kleinen Galerie. Im Vordergrund zu sehen sind 25 mit Olivenöl und Wasser gefüllte, 70 Zentimeter hohe Säulen.

Sabine Ziegler

Bad Waldsee sz Olivenöl findet für gewöhnlich Verwendung in der Küche. Dass es auch anders geht, zeigt der Künstler Jürgen Elsner seit Sonntag in der Ausstellung „Die Farbe des Lichts“ in der Kleinen Galerie Bad Waldsee. Insgesamt 60 Kunstinteressierte wollten die zehn Olivenöl-Objekte des 73-Jährigen bei der Vernissage am Sonntagmorgen mit eigenen Augen sehen. Und sie haben es nicht bereut, denn die in warmen Gelbtönen leuchtenden Arbeiten drinnen wurden an diesem verregneten Tag dankbar als Ersatz genommen für die fehlende Sonne draußen.

Galerieleiter Axel Otterbach versprach in seiner Begrüßung folgerichtig, dass mit dieser Schau „die Sonne in den Raum hereingeholt wird“. Und er hielt einmal mehr ein Plädoyer für das Ermöglichen von Kunst und Kultur im ländlichen Raum, bevor er das Wort an Andrea Dreher gab. Die Kunsthistorikerin aus Ravensburg verstand es, die Intention Elsners innerhalb von zehn Minuten auf den Punkt zu bringen und dabei auch den Künstler und Menschen vorzustellen.

Der gelernte Schaufenstergestalter gründete eine Werbeagentur in Ummendorf und leitet diese bis heute. „Das ist mein ’Brotjob’, weil zunächst nicht klar war, ob ich von meiner Kunst leben kann“, sagte Elsner im Gespräch mit der „Schwäbischen Zeitung“.

Seine ersten Berührungspunkte mit Kunst reichen zurück in die 1960er-Jahre; damals wandte er sich zunächst Leder und Haut zu. Seit vielen Jahren ist es nun der Werkstoff Olivenöl, weil darin die Sonne eine maßgebliche Rolle spiele.

„Dieser Kreislauf in der Natur von der Sonne über die Blüte und die Frucht bis hin zum ausgepressten Öl fasziniert mich einfach“, so der Objektkünstler im SZ-Gespräch dazu. Die verschiedenen Farben und Nuancen der Öle erzielten jene ästhetische Wirkung, die man als „zeitlos schön“ bezeichnen möchte.

„Sein Schönheitsbegriff jedoch ist komplex, er trägt asiatische Züge und fühlt sich gleichzeitig der ’arte povera’ und der Kunst des europäischen ’Informel’ verbunden“, so Kunsthistorikerin Dreher in ihrer Einführung.

„Schönheit, Glück, Respekt“

Elsners künstlerisches Schaffen basiere auf der inhaltlichen Auseinandersetzung mit den Themen „Schönheit, Glück und Respekt. Die Kunstwerke zielen darauf ab, das Leben und die Kunst symbiotisch zu vereinen und im gegenseitigen Einvernehmen zu bereichern“. Er erfinde „im Gegenüber und Miteinander von japanischer Ästhetik und mediterraner Lebenslust“ Motive und Formen, deren „bestechende Klarheit und entschiedene Reduktion unsere Blicke auf das Wesentliche schärfen sollen“.

Die Heilkraft des Öls

Bekanntlich nützen die Menschen im Mittelmeerraum die Heilkraft des Öles für ihre Gesundheit. Auch für Elsner ist Olivenöl deshalb „kostbar und heilig“. Mit seiner Arbeit möchte er einen Beitrag leisten zur Erhaltung dieser Naturkräfte und dazu anregen, die Sonne in unseren Räumen auszustellen. Er bündelt den Werkstoff in Röhren aus Acrylglas, stellt es auf die Erde, verteilt es hinter Gläsern und auf Tischen und bringt es in eine zeitgemäße Ordnung, die spannend anzusehen ist. Ein Besuch in der Kleinen Galerie lohnt sich daher auch bei Regen.

Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 10. September in der Kleinen Galerie. Geöffnet ist täglich von 10 bis 19 Uhr.

Quelle: Schwäbische Zeitung

Share This: