Aktuelles

Ausstellung : IM WINTER

Gemeinschaftsausstellung mit Künstlern der Galerie

und spannenden Neuentdeckungen

Grafik // Unikat // Skulptur

Vernissage: Sa. 18.11.2017 um 18 Uhr

Laudatio: Thomas Warndorf, Stockach

18.11.2017 – 6.1.2018

 

Als Jahresendausstellung zeigt Galeristin Heike Schumacher in ihren Galerieräumen ein breit gefächertes Kunstangebot. Künstler, die schon länger von der Galerie vertreten werden, aber auch einige Neue, bisher noch nicht gezeigte Künstler werden sich in dieser Ausstellung präsentieren.

Die in Linz, Österreich geborene Künstlerin Barbara Knoglinger-Janoth zeigt in Ihrer ganz eigenen Weise Landschaften und Blühendes. Durch die bewusst eingesetzten Unschärfen wird eine Atmosphäre geheimnisvoller Zwischentöne geschaffen, so bleibt dem Betrachter Raum für eigenes Erleben und Deuten. Neben der Unschärfe ist es der Einfluss des Lichts auf Farben, Formen, Oberflächenstruktur und Material der Objekte, der sie besonders interessiert.

Die Künstlerin ist zweifache Gewinnerin des Palm Awards und in der Kunstsammlung des Landes vertreten.

Der international renommierte Künstler Bernd Zimmer aus Bayern war 1977 Mitbegründer der Galerie am Moritzplatz, der ersten Künstlerselbsthilfegalerie. Mit Salomé, Elvira Bach und Rainer Fetting zählte er zu den „Neuen Wilden“. Heute besitzt jede größere Sammlung wie die Bayrische Staatsgalerie, die Sammlung Würth oder das Bundeskanzleramt Werke des Künstlers. Zimmer reist viel, auch in die entlegentsten Ecken der Welt, diese Eindrücke werden in Bildserien verarbeitet. Die Erlebnisse im Dschungel, im explodierendem Grün in der Serie „Kristallwelten“ und „Alles fließt“. Holzschnitte in Kleinstauflagen auf Japanpapier zeige ich in Überlingen.
Sowohl bei der 2015 verstorbenen Oskar Kokoschka Schülerin Erika Rauschning als auch bei Priya M. Roschke, die seit 2003 am Bodensee lebt und arbeitet und unter anderem ein dreijähriges Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart vorweisen kann, spielt der Mensch in seinen aktuellen Bezügen die Hauptrolle.

Beide zeigen Arbeiten auf Papier zum Thema Tänzer – Rauschning in Aquarell und Roschke

in Acryl, Kreide und Bleistift. Bei ihr tritt die Farbe eher in den Hintergrund, die Linie zeigt mehr Dominanz.

Vanesco aus Sevilla, der eine zeitlang auf einem Hof in Überlingen-Aufkirch seine Installationen entwickelte. Sehr beeindruckend auch seine Ausstellung im Künstlerhaus Bregenz, 2014 mit dem Titel: Vom werden und vergehen, eine Hommage an das Sein, zeigt Zeichnungen aus der Installation: Ankerlichten. Seine Zeichnungen sind expressiv, wild und kümmern sich ansonsten nicht um Stile. Sie kommen aus dem Bauch in die Finger, sind Stenogramme von Gefühlen und Ideen.

Expressive Ölmalerei wird von Carla Chlebarov aus Salem beigesteuert, Skulptur von Cornelius Hackenbracht, Frank Teufel.und Jolanta Switajski-Schäfer.

Weitere Künstler u.a.: Joseph Beuys, Ralf Bittner, Gabriele Einstein, Oskar Koller, Heinz Mack, Günther Uecker, Lothar Quinte, Otto Piene.

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Ausstellung

„Destination Sils Maria“: Ralf Bittner zeigt abstrakte Farblandschaften

Künstler Ralf Bittner stellt neue Gemälde und Fotografien in der Galerie Heike Schumacher aus.

„Destination Sils Maria“ nennt Ralf Bittner seine aktuelle Ausstellung in der Galerie Heike Schumacher und begibt sich damit auf die Spuren so bekannter Künstler wie Friedrich Nietzsche und Thomas Mann, Ernst Ludwig Kirchner oder Gerhard Richter, die dort in der Gebirgslandschaft des Engadin ganz außergewöhnliche, sinnliche, emotionale Erfahrungen gemacht haben, die ihr künstlerisches Werk maßgeblich beeinflussten. Laudator Thomas Warndorf zitierte Friedrich Nietzsche: „Ein Warten auf Nichts, jenseits von Gut und Böse, ganz Spiel, ganz Zeit ohne Ziel.“

Jeder Gedanke, jede Idee zeigt sich als eine kaum greifbare Möglichkeit, sich die Welt einzurichten, kein Plan oder Konzept, mehr eine Ahnung von einer Möglichkeit, aber doch unausweichliche Bestimmung. Ralf Bittner macht die Reise nach Sils Maria nicht mit dem Auto, Leinwand, Farbe und Pinsel im Gepäck, er liest Nietzsche. Dabei steigen unweigerlich Impulse auf, die sich in Farben ausdrücken, nach und nach im Prozess des Malens auf Leinwand „auskristallisieren“. Es gibt keinen Plan, der Weg ist das Ziel, eine Destination, die dann erreicht ist, wenn das Bild stimmt, wenn Farbe, Form, Struktur und Bewegung eine Einheit bilden, ein erregender Prozess, der sich kaum beschreiben, geschweige denn vermitteln lässt.

Bittners abstrakte Bilderlandschaften lassen dem Betrachter die Freiheit, individuelle Imaginationen „auszubrüten“, sich auf sich selbst einzulassen.

Neben den Gemälden zeigt Ralf Bittner auch großformatige Fotografien, professionell aufgezogen auf Aludibond. Die Kamera blickt direkt ins Licht, in die Sonne, überstrahlte Farben im Gegenlicht, Reflexionen der Linsen als kreisrunde Felder wandern durchs Bild, verschwommen die Konturen der Gegenstände, bewusst unscharf verzogen. In Fotografie und Malerei manifestiert sich der Geist von Sils Maria gleichermaßen: Selbstreflexion, Relativierung, Freiheit. Alles fließt – „panta rhei“, sagte schon der altgriechische Philosoph Heraklit. Die Ausstellung in der Galerie Heike Schumacher läuft bis zum 7. Mai und ist geöffnet von Montag bis Freitag von 9 bis 13 Uhr und 15 bis 18 Uhr, samstags von 10 bis 13 Uhr.

Quelle:Südkurier

 
 

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