Bilder
sind nichts, was sie nicht sind. Die Assoziationen von Bewegung, Dynamik,
Dramatik, Leidenschaft und vieles mehr, was sich bei der Betrachtung von
Ralf Bittners Arbeiten einstellt- all das will dort nicht dargestellt sein
in Form eines malerischen Erzählgestus, sondern erscheint unmittelbar durch
die Tatsächlichkeit der Farbe und der expressiven Wucht ihrer Verwendung.
Dabei tritt im Bild selbst eine Wirklichkeit zutage, die direkt den Schaffensprozess
wie eingefroren wiedergibt, denn Ralf Bittners Bilder wollen Bewegung und
Gerichtetheit nicht darstellen, sondern unmittelbar zur Erscheinung bringen,
so daß Gestus und Aktion fortwährend andauern bei der Betrachtung. Erst
hier, in der Wahrnehmung entsteht beim Betrachter die vorgestellte Bewegung.
Die Perzeption des Beschauers ist dabei immerzu auf die im Bilde wirkende
Spannung gelenkt und an ihrer Rythmisierung produktiv und richtunggebend
beteiligt. Das soll also nicht Dynamik schlechthin sein, sondern eine den
Betrachter selbst zum Schöpfer machende Geste.